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BR-Recherche enthüllt Netzwerk illegaler Online-Casinos mit Verbindungen zu Soft2Bet

Geschrieben von Ines Simmons · 7.8.2026

BR-Recherche enthüllt Netzwerk illegaler Online-Casinos mit Verbindungen zu Soft2Bet

Illustrative Darstellung einer investigativen Recherche zu illegalen Online-Casinos in Deutschland

Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung

Ein investigativer Bericht des Bayerischen Rundfunks in Zusammenarbeit mit Investigate Europe und internationalen Partnern deckt ein Netzwerk von etwa 120 unlizenzierten Online-Casinos auf, das gezielt deutsche Spieler anspricht, während die Infrastruktur über den in Zypern und Malta ansässigen Anbieter Soft2Bet läuft, dessen Gründer Uri Poliavich ist, und interne Dokumente belegen einen Umsatz von über 600 Millionen Euro aus illegalen Operationen zwischen 2020 und 2024, wobei Similarweb-Daten rund 8 Millionen Besuche aus Deutschland allein im Mai 2026 verzeichnen.

Die Recherche beleuchtet aggressive Werbemaßnahmen, erhöhte Suchtrisiken und Herausforderungen bei der Aufsicht durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, denn die Berichterstattung stützt sich auf interne Unterlagen und zeigt, wie diese Plattformen trotz fehlender Lizenz operieren und dabei erhebliche finanzielle Ströme generieren.

Hintergründe zu Soft2Bet und den beteiligten Strukturen

Soft2Bet stellt die technische Basis für die beschriebenen Casinos bereit, und Belege aus der Untersuchung weisen darauf hin, dass diese Infrastruktur es ermöglicht, zahlreiche Marken ohne gültige deutsche Genehmigung zu betreiben, während Gründer Uri Poliavich in den Dokumenten als zentrale Figur genannt wird und die Berichte verdeutlichen, wie die Plattformen deutsche Nutzer über gezielte Marketingkampagnen erreichen.

Interne Aufzeichnungen dokumentieren den genannten Umsatz von mehr als 600 Millionen Euro im Zeitraum 2020 bis 2024, und die Analyse von Besuchszahlen zeigt die hohe Nachfrage aus Deutschland, wobei Daten von Similarweb für Mai 2026 allein etwa 8 Millionen Zugriffe erfassen und damit die Reichweite der illegalen Angebote unterstreichen.

Aggressive Taktiken und Risiken für Spieler

Der Bericht beschreibt gezielte Werbestrategien, die darauf abzielen, deutsche Nutzer anzusprechen, und hebt dabei die damit verbundenen Suchtgefahren hervor, denn Experten aus der Untersuchung weisen auf mangelnde Schutzmechanismen hin, während die Plattformen ohne die in Deutschland vorgeschriebenen Limitierungen und Alterskontrollen operieren und so vulnerablen Gruppen leichter zugänglich sind.

Darstellung von Online-Glücksspiel-Aktivitäten und Aufsichtsherausforderungen

Beobachter der Szene stellen fest, dass solche Taktiken die gesetzlichen Rahmenbedingungen umgehen, und die Recherche dokumentiert Fälle, in denen Spieler ohne ausreichende Warnungen oder Sperrmöglichkeiten in den illegalen Bereich gelockt werden, wobei die Kombination aus hohem Umsatz und fehlender Regulierung die Problematik verdeutlicht.

Herausforderungen für die GGL-Aufsicht

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder steht vor erheblichen Schwierigkeiten bei der Überwachung dieser Netzwerke, da die Betreiber über internationale Strukturen agieren und die Identifizierung sowie Sperrung der Domains komplex bleibt, während der Bericht aufzeigt, wie die Behörde mit begrenzten Ressourcen gegen grenzüberschreitende Angebote vorgeht und gleichzeitig auf die Notwendigkeit internationaler Kooperation hinweist.

Interne Dokumente aus der BR-Untersuchung belegen die Dimension der illegalen Aktivitäten, und die hohen Besuchszahlen aus Deutschland verdeutlichen, dass trotz bestehender Verbote ein signifikanter Markt besteht, wobei die GGL ihre Bemühungen um eine effektivere Kontrolle weiter ausbaut.

Reaktionen und weitere Entwicklungen bis August 2026

Bis August 2026 haben die Enthüllungen zu verstärkten Diskussionen über die Durchsetzung bestehender Gesetze geführt, denn Vertreter der Aufsichtsbehörden prüfen zusätzliche Maßnahmen gegen die beteiligten Infrastrukturanbieter, während die Berichterstattung aufzeigt, dass die genannten Casinos weiterhin aktiv bleiben und deutsche Spieler erreichen.

Die Zusammenarbeit zwischen BR, Investigate Europe und weiteren Partnern hat die Transparenz über diese Netzwerke erhöht, und Daten aus dem Bericht dienen als Grundlage für laufende Ermittlungen, wobei die wirtschaftliche Bedeutung des illegalen Sektors durch die dokumentierten Umsätze und Besuchszahlen untermauert wird.

Schluss

Die BR-Recherche liefert detaillierte Einblicke in ein umfangreiches Netzwerk illegaler Online-Casinos, das über Soft2Bet-Infrastruktur betrieben wird und zwischen 2020 und 2024 über 600 Millionen Euro Umsatz generierte, während im Mai 2026 rund 8 Millionen Besuche aus Deutschland verzeichnet wurden, und die dargestellten Herausforderungen für die GGL-Aufsicht sowie die Risiken für Spieler bleiben zentrale Themen der Berichterstattung. Den vollständigen Bericht finden Sie hier.